Was sind geringwertige Wirtschaftsgüter?

Geringwertige Wirtschaftsgüter kurz GWG gehören zum Anlagevermögen eines Unternehmens. Die Anschaffungs-/Herstellungskosten oder der Einlagewert dürfen eine bestimmte Wertgrenze nicht übersteigen.

GWG-Check

  • Es handelt sich um ein bewegliches Wirtschaftsgut z.B. Schreibtisch
  • Das Wirtschaftsgut ist selbständig nutzbar, d.h. es kann ohne andere Gegenstände funktionieren z.B. ein Multifunktionsgerät mit Kopierfunktion funktioniert auch ohne PC oder Laptop. Das trifft auf einen Scanner nicht zu.

Typische GWGs:

  • Smartphones
  • Tablets
  • Multifunktionsgeräte
  • Computer und Laptops
  • Kaffeemaschine
  • Einrichtungsgegenstände

GWGs in der Belegerfassung

Sie haben beispielsweise einen Multifunktionsdrucker und Druckerpapier gekauft und dafür eine Rechnung? Dann erfassen Sie die Rechnung in der Belegerfassung zweimal. Einmal mit der Kategorie GWG und ein zweites Mal mit der Kategorie Bürobedarf. Eine Split-Buchung mit einem Anlagegut ist in der Belegerfassung nicht möglich.

Entscheidend sind die Netto-Anschaffungskosten

Bei umsatzsteuerbefreiten Firmen und Kleinunternehmer werden Betriebsausgaben gründsätzlich mit den Bruttopreisen (=Betrag inkl. USt) berücksichtigt. Bei der Frage, ob ein Anlagegut als GWG gilt oder nicht, gelten jedoch auch hier die Netto-Wertgrenzen.

Beispiel:

Handykauf in Höhe von 475,99 EUR (Brutto inkl. 19% USt).

Das Handy ist ein GWG, da die Netto-Wertgrenze von 410,00 EUR nicht überschritten ist.

Bestimmung der Wertgrenze


* Kleinbetragsrechnung: Anhebung der Grenze (rückwirkend ab 1.1.2017) von 150 EUR auf 250 EUR.

Berechnung der Netto-Anschaffungskosten

Der Betrag rechnet sich wie folgt: Der Brutto-Preis (inkl. USt) minus der Umsatzsteuer (19% oder 7%), minus Erlösminderungen wie z.B. Skonto, Rabatte.

Besonderheit Einlagewert

Handelt es sich bei dem GWG um eine Einlage aus dem Privatvermögen in das Betriebsvermögen, darf nicht vom usprünglichen Preis ausgegangen werden. In diesem Fall ist eine Schätzung des Einlagewerts (Restwert) zu empfehlen. Die Richtschnur dabei: Was würde ein Käufer noch für den Gegenstand bezahlen.

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